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Offizielles Verbot von Chorproben, Auftritten, Konzerten und kirchenmusikalischem Unterricht

Offizielles Verbot von Chorproben, Auftritten, Konzerten und kirchenmusikalischem Unterricht
Offizielles Verbot von Chorproben, Auftritten, Konzerten und kirchenmusikalischem Unterricht
© pixabay

AKTUELLE INFORMATION

Die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer haben am 16. März 2020 Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland vereinbart. 


Den Bereich der Kirchen und der Musikausübung betreffend ist ab sofort verboten:

 - Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen, 
- die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und 
sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich, 
- Reisebusreisen,

 - Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)

Im Bereich Kirchenmusik entfallen ab sofort alle Gruppen- und Einzelunterrichte im Rahmen der kirchenmusikalischen Ausbildung, also Orgelunterricht, Chorleitungskurse, Kantorenkurse sowie Fortbildungsangebote.
Dies gilt auch für unmittelbar bevorstehende Prüfungen.
Die entfallenen Unterrichtseinheiten werden nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.
Prüfungen werden auf spätere Termine verschoben.

Diese Regelungen gelten für das gesamte Bistumsgebiet, auch wenn die staatlichen Behörden in den beiden Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz möglicherweise unterschiedlich verfahren werden und gelten zunächst bis zum 19. April 2020.

In den Downloads das entsprechende Informationsschreiben (PDF).

 

Empfehlung des RKM

In den kirchlichen Chören und Musikgruppen kommen zahlreiche Menschen aller Generationen zusammen, die familiäre Kontakte haben und für ihre Familienmitglieder Verantwortung übernehmen müssen. Wir wissen, dass das Corona-Virus auch ohne Anzeichen einer Erkrankung übertragen werden kann. Sicherlich will niemand mitverantwortlich sein, wenn eigene Angehörige über diesen Weg in eine gesundheitliche Krise geraten, die lebensbedrohlich sein kann.
In den beiden Bundesländern, über die sich das Bistum  erstreckt, sind Schulen geschlossen, entfallen Sportveranstaltungen, Trainings und sonstige Veranstaltungen. Landkreise haben Vereinen angeraten, sämtliche Termine abzusagen.
Das Bistum Limburg hat entschieden, ab 16. März alle Gottesdienste zunächst bis zum 5. April (Palmsonntag) abzusagen.

Das Referat Kirchenmusik empfiehlt deshalb allen Leiterinnen und Leitern von kirchenmusikalischen Gruppen, sämtliche Proben und Zusammenkünfte ihrer kirchenmusikalischen Gruppen abzusagen für den Zeitraum der öffentlich anberaumten Auszeit bis einschließlich 19. April. Dies gilt ausdrücklich auch für Konzerte, unabhängig von der zu erwartenden Teilnehmerzahl.
Eine Entscheidung im Blick auf die kirchenmusikalische Arbeit vor Ort in den Kirchengemeinden sollte aber jetzt getroffen werden. Aus musikalischen Gründen wird ohne Proben keine verantwortbare Gestaltung dieser Tage erfolgen können, so sie denn öffentlich stattfinden werden. Die letzte Entscheidung hierüber bleibt den musikalischen Leiterinnen und Leitern im Benehmen mit dem zuständigen Pfarrer natürlich unbenommen.

In den Downloads das entsprechende Schreiben des Diözesankirchenmusikdirektors (PDF).