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Das Oratorium für die Hl. Katharina hat begeistert

Uraufführung von "Beati pauperes" in Wirges
Das Oratorium für die Hl. Katharina hat begeistert
Das Oratorium für die Hl. Katharina hat begeistert
Die Partitur des Auftragswerks wird an DKMD Andreas Großmann vom Verleger Patrick Dehm überreicht. Darüber freuen sich Komponist Johannes Schröder (2.v.links) und Notensetzer Jürgen Kandziora (li.). Foto: S. Dehm

Höhepunkt der Feierlichkeiten zum ersten Jahrestag der Heiligsprechung am Sonntag, den 13. Oktober 2019 in Dernbach und Wirges, war die Uraufführung des Oratoriums „Beati Pauperes“ zu Ehren Katharina Kaspers in der Pfarrkirche St. Bonifatius. Solisten, Projektchor und Orchester machten die Kirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war, zum Konzertsaal und begeisterten mit ihrer Musik die Zuhörer. „Beati Pauperes“ – Selig die Armen ist eine Auftragskomposition des Bistums Limburg. Der Text stammt von Pater Helmut Schlegel und macht deutlich, welche große Bedeutung die bekannten Seligpreisungen der Bergpredigt in der Lebens- und Berufungsgeschichte Katharina Kaspers hatten. Die Seligpreisungen bilden daher auch den roten Faden des Oratoriums, zu dem Kantor Johannes Schröder die eindrucksvolle und kompositorisch anspruchsvolle Musik in fünf Szenen komponiert hatte. Am Ende des Werks ist auch die Melodie des Katharina-Liedes "Still sein und staunen - Bewegt von Gottes Geist" von Peter Reulein eingearbeitet.

Bei der Uraufführung gelang es den Musikern, die Seligpreisungen lebendig werden zu lassen und in die heutige Zeit zu übersetzen. Für die Zuhörer war das Oratorium gleichsam eine musikalische Meditation, die tief bewegte. „Das war musikalisch ganz großes Kino“, sagte ein junger Besucher nach der Uraufführung begeistert. Er habe selten erlebt, dass ihn Musik innerlich so erfülle. So wie dem jungen Mann, der extra aus Frankfurt in den Westerwald gekommen war, weil er sich Katharina Kasper seit langem sehr verbunden fühlt und viele Dernbacher Schwestern persönlich kennt, ging es vielen Zuhörern. 

Rund zwei Stunden dauerte die Aufführung, die ein Gemeinschaftswerk von Solisten, Orchester und Chören ist. Für die Uraufführung hatte Johannes Schröder einen Projektchor mit 90 Sängerinnen und Sängern eingeladen. Mit dabei waren die jungen Stimmen des Kinder- und Jugendchors St. Peter in Ketten aus Montabaur. Die Solisten Corinne Brill (Maria Magdalena), Margit Diefenthal (Katharina Kasper), Florian Bauer (Jesus-Worte) und Felix Boege waren gleichsam Widerhall und Antwort der Menschen auf die Seligpreisungen. Auch die Orgel, gespielt vom Limburger Domorganisten Carsten Igelbrink, erklang und erfüllte den Kirchenraum. Nach dem letzten Ton des Oratoriums war es zunächst andächtig still im Westerwälder Dom. Erst dann brannte Applaus auf, mit dem sich das Publikum für die großartige Leistung und das wunderbare Oratorium bedankte. In Anwesenheit von Bischof Georg Bätzing, Weihbischof Thomas Löhr und geladenen Gästen aus Kirche und Gesellschaft dankte Generalvikar Wolfgang Rösch in bewegten Worten den Musikerinnen und den beiden Urhebern des Werks.